Wien es war mir eine Ehre !

Vor fast genau einem Jahr kaufen V. und ich bereits die Karten für "Schöne und das Biest". Am Donnerstag sollte es nun also endlich so weit werden. Wir beschlossen nicht mit dem Auto nach Wien zu fahren, eine Nacht in einem Hotel einzuchecken und auch dem Naschmarkt und auch der Innenstadt einen Besuch abzustatten. 

Ich buchte die Zugfahrt online, es ging sich sogar ein Sparschieneticket aus. Natürlich meldete ich meine Fahrt auch beim Mobilitätsservice an. Kurz vor 8 also per Bus zum Bahnhof um dann um 10 vor Acht von den Herrn der Security sicher auf den Bahnsteig gebracht zu werden. Mit dem Railjet in der 1. Klasse, die Rollstuhl- plätze befinden sich nur in dieser, nach Wien. Ohne Probleme kamen wir am Hauptbahnhof in Wien an um gegenüber in unser Hotel der Kette Motel One einzuchecken. 

 

Das Zimmer buchte ich über booking.com. Leider gibt es hier nicht die Möglichkeit direkt ein barrierefreies Zimmer zu buchen so fügte ich damals meinen Wunsch in die Anmerkungen ein. Auch das sollte kein Problem sein. Das Zimmer entsprach all meinen Wünschen und auch V. war sehr zufrieden. Mit direktem Blick auf den Hauptbahnhof war das Hotelzimmer wirklich toll. Wir nahmen uns ein Frühstücksbuffet dazu auf das wir uns schon am Vortag sehr freuten. 

 

Koffer, abgeladen, noch eine Schicht angezogen, war es doch sehr eisig, machten wir uns auf den Weg zum Nachmarkt von dem uns vom HBF aus nur zwei Stationen. Ein Wienbesuch für uns zwei ohne NENI das geht nicht und so machten wir uns auf die Suche und hatten auch gleich unseren reservierten Tisch. Ein "orientalisches, arabisches Frühstück, aus Humus sollte es sein. Dazu Cappuccino und Pita - Brot. Auch ein Aperol Proseko sollte nicht fehlen. 

 

Weiter ging es dann zu den verschiedenen Ständen und dort wurden von mir Hibiskusblüten, für den Sekt, Oliven, Datteln, Feigen, Baba, Ghanoush - Auberginen-Sesam-Dip und noch mehr gekauft. 

 

Es stellte sich heraus, dass wir einen sehr kulinarischen Ausflug machten, denn am späteren Nachmittag ging es dann zurück zum HBF in die Konditorei Oberlaa, auch da ließen wir uns es sehr gut gehen. Auf der Kärtnerstraße flanierten wir und auch da durfte ein bisschen Shopping nicht fehlen. 

Am Abend ging es dann zum Highlight - "Schöne und das Biest" In der Stadthalle, wirklich, wirklich zu empfehlen. Akustisch gibt es was den Saal betrifft einiges zu bemängeln. Nichtsdestotrotz würde ich mir das Musical sofort wieder ansehen. 

 

Mit der Straßenbahn ging es zurück am Hauptbahnhof ! 
Und ab ins Bett, die fehlende zweite Decke und die Handtücher für V. waren da auch schon nachgereicht. 

 

Heute ging es dann zurück nach Oberösterreich,, jedoch vorher noch zu einem sehr reichhaltigen Frühstücksbuffet, bei dem sogar die Theken unterfahrbar sind. 

 

Eine glückliche Silke 

 


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Advent und Weltfrieden ?

Bei Caramel Apple Pie Tea von Teekanne sitze ich jetzt da, am Samstag und denke nach worüber ich meinen nächsten Blog tippen könnte. Dabei höre ich Weihnachtslieder aus dem Radio erklingen und denke mir so, eigentlich ist alles schon sehr grotesk. Die Texte handeln von ruhiger Zeit, Frieden, Familie, "Heimkommen" und dann gibt es Menschen in unserem Land die warten darauf endlich in unserem Land bleiben zu dürfen und ihren Frieden zu finden, die Anerkennung die sie für ihr handeln und tun verdient hätten. Dann surft man die nächste Nachrichten Seite an und findet Schreckensnachrichten aus Alepo oder Halep wie es auf arabisch heißt, wie ich gelernt habe, von den Menschen die ich mittlerweile zu meinen besten Freunden zähle, die ich nicht mehr missen möchte.  Die Handelsstadt, das schöne Alepo, aber auch der schöne Irak, das schöne Bagdad, dass als Kulisse für Aladin diente. Irgendwie alles verlogen, diese Weihnachtsstimmung, dieser herbeigesehnte Frieden, diese Nächstenliebe, wenn wir ein Problem mit denjenigen haben die zu uns kommen weil sie vor Krieg, Zerstörung und Verfolgung fliehen. Wenn es Politiker wie den Herrn Lugar gibt die behaupten, die kommen eh alle nicht wegen dem Krieg, sondern weil wir sie herlocken. Ja genau! Jeder verlässt seine Heimat gerne, seine Familie. Ich habe selten Menschen gesehen die so stolz sind, da meine ich nicht eingebildet stolz sondern wirklich stolz auf die eigene Nationalität auf das eigene Sein, Darauf, was sie geleistet haben erlebt haben und jetzt sind sie verdammt zum "Nichts-Tun". Ja es wird auch jene geben die nicht unbedingt arbeiten wollen, aber ich denke auch hier muss man unterscheiden. Es gibt die, die nicht mehr können, weil physisch oder psychisch sehr angeschlagen. Ja, und es gibt auch sicher die die einfach nicht wollen, aber die gibt es auch unter den ÖsterreicherInnen. ich bin mir sicher. 

Jedenfalls wirklich ein bissl verlogen - aber naja das ist unsere Welt. Wir designen Fotos auf Instagram, retuschieren das Leben quasi und wir verschließen auch das was vor unser Haustür passiert. UND dank Flugzeug und Co. spielt sich das Ganze wirklich vor unserer Haustür ab, hören wir doch auf, dass wir uns denken, der arabische Raum sei so weit weg. Wie sagte ein guter Freund, bei einer SPÖ Veranstaltung. Das Problem sind nicht die, die in ihren Schlauchbooten zu uns kommen, das Problem sind die, die in ihren Yachten an uns vorbeischippern..

 

In diesem Sinne, dreh ich jetzt die Weihnachtsmusik lauter und lass mein sehr sehr tolles Jahr 2016 vorbeiziehen. Ohne dabei zu vergessen, was alles so passiert .... vor unserer Haustür ! 


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Gedanken!

Seit ziemlich genau einem halben Jahr lebe ich hier in Linz. Was meine Wohnung, mein Leben und meinen Job betrifft so gibt es diese Regelmäßigkeit auch! 

 

Zwei Dinge zu denen ich wenig Zeit habe und die ich aber mittlerweile immer mehr vermisse, sind das Blog-Schreiben und das Kartenbasteln. Es gibt einfach Dinge, Gegebenheiten die wichtiger geworden sind, und die Waschmaschine, der Geschirrspüler räumt sich auch nicht von selbst ein, selbst der Bodenstaubsauger muss zumindest aktiviert werden... Scheint so als ob ich "erwachsen" bin. Mich mit Stromanbietern und Tupperware beschäftige. Ja, aber diese Tupperware ist eigentlich schuld, dass ich endlich wieder hier sitze und kurz bevor ich mich "öffentlichkeitstauglich" mache noch einen Blog-Beitrag schreibe. Also nun sitze ich hier an meinem Schreibtisch, blicke auf den weihnachtlich geschmückte Balkon meiner Nachbarin, Gott sei dank lässt sich über Geschmack streiten, denke dabei an meine liebe Nachbarin, die mich wieder daran erinnert hat, dass ich einen Blog habe, ja bei der Tupperparty! 

Denke darüber nach was in den letzten 6 Monaten alles passiert ist, ja und das ist viel ! Sehr viel spannendes, positives. Sehr viel schöne Routine. Sehr viel "das muss hald sein" und sehr viel schöne Momente. Da höre ich die Playlist für Weihnachten vom lieben Jürgen und freue mich, dass ich in seinem Verteiler bin, da trinke ich meinen zweiten Café Latte, da denke ich an den fast täglichen Bürotee, mit der Andrea, meine lieben KollegInnen im Büro, ja darüber denke ich nach oder ich denke nach, dass es eine wirklich gute Entscheidung war, dass ich an die JKU als Mitarbeiterin gegangen bin und das möchte ich auch noch länger bleiben. Da denke ich darüber nach, dass ich Menschen gefunden habe, die mir extrem wichtig sind, die ich nie wieder aus meinem Leben wegdenken möchte, Jeder auf seine eigene Art, bringt mich zum lachen, oder ich weine einfach einmal mit ! 

 

Und dann denke ich darüber nach was in unserer Welt so passiert, Menschen die einfach in Schubhaft genommen werden würden um dann nach Kroatien abgeschoben zu werden, obwohl "Kroatien rechtswidrig ist" , gut integriert, wieder eine neue Sprache, wieder ein neues ?schlechteres ? Umfeld. Dann denke ich an zwei kleine irakische Jungen die aufgrund meines guten Netzwerks und einem Haufen mutiger Menschen, die mir geholfen haben, nun endlich wieder mit Medikamenten versorgt werden können. Und mein Netzwerk oder dass das ich war, dass ist mir da wurscht, aber jede einzelne Sitzung die ich verbringe, jede einzelne politische Diskussion zahlt sich da aus. Jeder einzelne Facebookpost der vielleicht manchmal zu viel erscheint, zahlt sich aus. 

 

Ich wünsche den Beiden alles Gute ! 

Ich wünsche allen Menschen in meinem Umfeld alles Gute 

Ich wünsche den Menschen alles Gute, die gerade schreckliches durchmachen müssen, Leben verlieren oder erhalten.

Ich wünsche den Menschen alles Gute, die sich etwas neues aufbauen wollen, ich wünsche ihnen dass ich sie weiter unterstützen kann. 

Ich freue mich für die Menschen die mit mir soviel erreicht haben in letzter Zeit. 

Ich freue mich wenn vieles weitere POSITIV erreicht werden kann. 

 

 

Danke für mein Leben

Danke für einen überraschend erhaltenen Adventskalender 

Danke für meine Lieben 

Danke für die Vernunft der ÖsterreicherInnen und der Tatsache das VDB Präsident ist. 

 

Bitte nicht soviel Willkür 

Bitte ein bissl mehr Einfühlungsvermögen und Empathie manchen BeamtInnen

Bitte ein Umdenken

 

Danke den Traditionen die ich kenne

Danke den Traditionen die ich noch kennen lernen werde 

Danke der neuen Welt die sich mir eröffnet hat. 

 

 

Silke 

 

 

 

 

 

 


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Danke Joe, Danke Michael!

Es ist Freitag, 1 Uhr Nachts, gerade bin ich von meinen hauptamtlichen KollegInnen der Volkshilfe OÖ nachhause gebracht worden. Von einem ganz besonderen Abend. Der Vorstand der Volkshilfe OÖ wurde neu gewählt und nach 31 Jahren legt Joe Weidenholzer seinen Vorsitz zurück. Joe ist für mich DIE Volkshilfe in OÖ! Aufgebaut, gemeinsam mit Karli Osterberger in einer Wohnung im WIST-Wohnhaus in Linz, jetzt um die 1.900 MitarbeiterInnen zählend. 

 

Der Abend war sehr beeindruckend für mich! 31 Jahre im Dienste einer Organisation, die für die Menschen da ist, wir sind für die Menschen da, nicht einfach nur ein Slogan. Joe ist wirklich für die Menschen da! 2009 war es, so denke ich als mich Joe in den Vorstand dieser Organisation holte, ein Gremium das eines der ersten war, das bedachte, dass Selbstvertretung von Menschen mit Beeinträchtigung wichtig ist. Eine Organisation die mir wirklich ans Herz gewachsen ist. Anfangs kannte ich nur den Bereich der LebensArt GmbH besser, jetzt bin ich auch aus vielen Gründen sehr gut mit der Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung in Kontakt. Ich bin stolz ehrenamtliche Volkshelferin zu sein, auch wenn sich meine Arbeit fast nur auf Gremienarbeit beschränkt, einmal für die Volkshilfe da immer für die Volkshilfe da, also auch für die Menschen.

Die Rede von Joe hat mich sehr beeindruckt, nicht erstaunlich hat er mich doch schon in seinen LVAs fasziniert. 

Sich für Menschen einzusetzen, dabei das eigene Ich immer hinten anzustellen, die Worte Solidarität, Gleichheit und Gerechtigkeit nicht einfach nur als leere Worthülsen zu nehmen, das ist Joe. Wenn mich jemand fragt wie ich Joe bezeichnen würde, dann würde ich ganz klar sagen, "mein Vorbild" was arbeit für das Gemeinwohl betrifft, er ist einfach der Beste für mich in diesem Bereich und ich bedanke mich sehr, dafür dass er meinte ich sei die Richtige für die Mitarbeit im VH Vorstand. Weiters würd ich mich sehr freuen, wenn wir uns nicht aus den Augen verlieren, wenngleich ich ihm eine ruhigere Zeit mit seiner Familie, seinen zwei Enkeln wünsche, auch wenn ich glaube, dass das in vielen Bereichen ein Wunsch bleibt, denn da ist ja noch seine Arbeit als EU Parlamentarier. 

 

Und dann ist da Michael, Michael kenne ich natürlich noch nicht so lange, was ich aber weiß ist, dass er die Fußstapfen von Joe, was die VH betrifft sicher füllen kann, Einer der genauso für Gerechtigkeit steht, einer der genau weiß, was gut tut und was nicht, einer der den Humor nicht verliert, einer der sich für nichts zu schade ist, wenn es um Andere geht, einer der sehr wohl weiß was es heißt eine Organisation wie die VH zu übernehmen. Einer der für mich genauso ein Vorbild ist und noch mehr werden wird. Einer dem ich alles gute wünsche und den ich nach Kräften unterstützen werde. Danke Michael, dass du "unsere", "meine" Volkshilfe übernimmst. Meiner Ansicht nach ist man nicht bei der Volkshilfe sondern VolkshelferIn IST man und das Einmal und dann immer. 

 

Ich weiß nicht ob es 31 Jahre gewünscht ist, denn es kommen jüngere, neuere Geister auch, aber solang die Volkshilfe, Michael, Karli, Doris, Martin, Fred, Walter, Christiane und wie sie alle heißen mich braucht, solange bin ich da. 

 

Es gibt für mich nichts Schlimmeres als Ungerechtigkeit aufgrund von Herkunft, Behinderung oder sonstigen "anscheinenden Abnormalitäten" 

 

Niemand sucht sich aus, seine Heimat verlassen zu müssen, 

Niemand sucht sich aus, eine Behinderung zu erwerben oder bereits mitzubringen, 

Niemand sucht sich aus keiner Arbeit nachgehen zu können, 

Niemand sucht sich aus Hilfe zu benötigen.

 

Ich frage nicht woher ein Mensch kommt,

Ich frage nicht, ob ein Mensch Leichter Lesen benötigt oder einen Lift

Ich frage nicht, warum ein Mensch Mindestsicherung bezieht, eines sei gesagt, dass ist ja schon das Mindeste, egal ob Flüchtling oder nicht! 

Ich frage nicht warum mich jemand um Hilfe bittet, wenn ich helfen kann dann mach ich das ! 

 

Den  "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Recht geboren"

 

Mir ist ganz klar, es könnte auch eine Welt ohne Volkshilfe geben, wär sogar super, weil dann würde niemand Hilfe einer Gemeinwohlorganisation benötigen. Aber es ist nun mal so, dass es Organisationen wie die Volkshilfe benötigt. Denn ja wie sagte unser Neo-Vorsitzender:: Ja es kann eine Welt ohne Volkshilfe geben, aber mit der Volkshilfe ist sie ein bisschen besser. 

 

Lieber Joe, Lieber Michael alles gute für eure Zukunft, danke, dass ich euch kenne darf, von euch lernen darf! 

 

-Silke Haider-

 

Man verzeihe mir die Rechtschreibfehler, es ist ja doch schon recht spät. 

 

 

 


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Neuer Blog, viel hat sich getan

Lange, seit März habe ich es nicht mehr geschafft was zu bloggen. Viel hat sich getan. Neue Wohnung, Neuer Job, nicht ganz so neue Stadt, neues Leben. Alle Entscheidungen die ich getroffen habe, bereue ich nicht ! Alles toll! Manches könnte ein bissl schneller gehen, warten ist manchmal anstrengend. 

Aber nun von Beginn an: Im März startete ich mein Berufsleben an der JKU. Sehr toll, tolles Team, tolle Aufgabe alles sehr gut. Dann kamen diversen Brückensperren. Mit Linz hab ich ja eh schon lang geliebäugelt, ist es doch seitdem ich 17 bin meine tägliche "Zeitheimat" gewesen. Viele Versuche, und jetzt endlich meine Traumwohnung an dem Traumort. Gut das alles Andere vorher nichts geworden ist. Wo soll ich Anfangen Umzug innerhalb von 4 Wochen nach Zusage. !? Ja wann ist bei mir schon etwas wirklich normal, wobei auch nicht unnormaler als bei Anderen. Die neue Küche und das neue Leben inspirieren mich sehr selbst zu kochen und zu werken. Und die meisten Versuche sind sehr gut gelungen. Verfeinert wird das Ganze dann meist mit Kräutern aus dem eigenen Hochbeet und ich entspreche so richtig dem Urban Gardening Konzept. Ich denke, heute kann ich meine erste rote Erdbeere ernten. :-)

 

Meine Möbel habe ich eigentlich alle aus diversesten Möbelhäusern in ganz Oberösterreich, einige schöne Dinge aus Willhaben.at aber auch Westing hatte diesmal Premiere. Ich habe bei Lutz eine Linie gefunden, die auch Westwing empfiehlt. Wie es so sein will habe ich ein Regal gefunden das jetzt fast alle meine Stampin'UP! Produkte beherbergt. Die Geradlinigkeit von Woodman, der estnischen Produzenten finde ich sehr, sehr toll, außerdem hat es mir "Wildeiche" angetan. Weiter Fotos meiner Wohnung folgen gerne einmal.

 

Updates folgen nun wieder regelmäßiger ! 

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