Rauner Linz die 2.

Am Freitag traf ich mich spontan mit einer Freundin auf ein gutes Gespräch und eine hoffentlich nicht zu süße Kleinigkeit, wie die Leser meiner Social Media Kanäle wissen, schau ich ja seit ca. einem halben Jahr ziemlich erfolgreich einiges an Kilos zu verlieren. 

 

Doch jetzt zu meinem 2. Rauner Besuch. 

Am Donnerstag Abend beschlossen wir uns am Freitag im Rauner treffen zu wollen. Am Freitag Morgen versuchte ich noch zu reservieren, weil mir völlig bewusst ist, dass ich im Rauner reservieren muss.

Ich versuchte das also über die Homepage, lt. Reservierungssoftware war da aber zu unserer gewünschten Zeit (16 Uhr) schon alles besetzt. Da wir zwei Rollstuhlfahrerinnen waren versuchte ich per Email zu reservieren, mit dem Argument wir würden ja eh nur einen Tisch brauchen. :-) Wie gewünscht erhielten wir unsern Tisch im schattig, kühlen Gastgarten. Die Tische sind genauso wie das restliche Lokal sehr schön, leider für RollstuhlfahrerInnen nicht unterfahrbar, aber man kann recht gut zufahren und so sitzt man trotzdem bequem vor allem passt in meinem Fall die Höhe ganz gut. Ich war die erste und musste etwas auf meine Freundin warten, sofort wurde mir ein Getränk angeboten, ich wählte Rauner Eis-Tee, sehr lecker wenn auch sehr pointsreich  ;-) Kühl, frisch und nicht zu süß. 

Wenig später war N. da und wir wählten unsere Desserts, wir wollten nicht Essen gehen aber die neue Eiskarte und Dessert Karte ließ uns sofort etwas finden. Wir wählten Rauner-Sorbet mit Jogurt und Minze sowie N. wählte Tiramisu. Dazu ein zweiter Rauner-Eistee für N. und Ein Cappuccino mit Milchschaum für mich. Das Sorbet war sooo lecker, frisch und erfrischend. Die Konsistenz war sehr angenehm. Auch das Tiramisu sah sehr lecker aus, das Eis, dass dazu serviert wurde, war leider eher schon eine Sauce, aber das war den Temperaturen geschuldet. 

Als zweite Runde bestellten wir ein Glas Gelber Muskateller 2016 & Rosé Spring Break 2016. Beide Weine mundeten uns sehr gut und wurden mit einem Glas kühlem Leitungswasser serviert. 

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Das Service war wie immer sehr freundlich und einfach "gemütlich" Gerade als RollstuhlfahrerInnen passiert es oft, das man nicht als Gast ernst genommen wird, gerade wenn man auch mit 30 noch beschließt auch mal mit den Eltern essen zu gehen, das ist hier m Rauner überhaupt nicht so. Es wird in Augenhöhe bedient und man wird wie jeder andere Gast behandelt. 

Beim Besuch der Behindertentoillete viel mir auf, dass Links neben dem Klo der Wickeltisch ausgeklappt war, eher suboptimal, weil die RollstuhlfahrerInnen die gar nicht aussteigen können, diese Fläche meist zum zufahren benötigen um sich dann umzusetzen. Das merkte ich dann an der Bar an und mir wurde sofort versprochen den Tisch wegzuklappen. 

Weiters handelt es sich um einen normalen Spiegel auf der Toilette, ist man dann keine 2 Meter im Sitzen groß, sieht man nichts und somit ist der Spiegel einfach schlecht gewählt weil er sich sowie lt. ÖNORM gefordert auch nicht schwenken lässt, was die Höhe optimieren würde. 

 

Fazit, ihr seit toll, meine Anmerkungen zur Toilette sind nur Tipps! Bis Bald liebes Rauner ! 

 

 

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Jack the Ripperl Linz - Barrierefreiheit im Test

Wenn ich wohin gehe, essen, party, einkaufen dann fehlt der Blick für die Barrierefreiheit eigentlich nie. Natürlich am meisten was Mobilitätseinschränkungen betrifft. Ich versuche aber auch immer zu schauen, kann ich mir vorstellen, dass ein Mensch mit Sehbeeinträchtigung oder Blindheit zurecht käme. Ich kann das natürlich nicht zu 100 % beurteilen, mache mir aber meine Gedanken darüber. 

 

Am Mittwoch Abend war ich mit einer Freundin bei Jack the Ripperl Linz verabredet. Schon wie die Eröffnung stattfand, war mir klar, dieses Lokal werde ich besuchen, den sogar mein über 80ig jähriger Opa bekam das mit und meinte, eine gute Idee denke ich ! 

 

Über das Online-Tool reservierte ich zwei Plätze für uns. Das Restaurant war laut System gut ausgebucht aber es waren noch Plätze frei. Laut System wurden 1,5 Stunden vergeben, wollte man mehr Zeit, konnte man das Team kontaktieren.  In einem Zusatzfeld konnte ich vermerken, dass wir einen mit Rollstuhl leicht erreichbaren Tisch benötigen würden. 

 

Im Lokal angekommen viel mir auf, dass alle Türen nach außen aufgingen, eh klar Feuerschutz und so, aber sie waren beide sehr schwer und für mich selbstständig nicht zu öffnen, da man aber eh selten alleine essen geht, war das jetzt eher nicht so das Problem für mich. Eher unangenehm war die Unebenheit des Bodens beim Eingang, das machte es echt ein bissl schwierig ins Lokal zu kommen ohne zu kippen. 

 

Einmal drinnen, wurde uns zuerst ein anderer Tisch und dann doch einer draußen gezeigt, irgendwie war eine etwas unangenehme Hektik zu bemerken, die auch bedingt durch den Wolkenbruch nicht abklang. Man merkte irgendwie eine Hektik im Team. Kann aber auch nur eine Momentaufnahme sein. 

 

Die Tische im Gastgarten sind unterfahrbar und von der Höhe auch im Rollstuhl ganz ok. Leider sind die Tische im Gastraum mit einer "Mittelsäule" und so wird das Zufahren zum Tisch schon etwats schwierig aber möglich. Die Tische sind so angeordnet dass ein breiter, übersichtlicher Mitteglang vorhanden ist. Auch mit einem E-Rollstuhl sollte man gut manövrieren können. 

 

Wir bestellten hausgemachte Limonade aus Holler, kein VollHoller #ChristianKern, aber sehr leckerer Holler Saft. Außerdem 300 g Ripperl, Süßkartoffelpommes und gemischten Salat mit Kräuter-Sourcream. Die Portion war wirklich ausreichend für mich und sehr toll angerichtet. Generell mag ich die Einrichtung sehr gern und den Stil des Lokals. Das Personal war sehr freundlich. Auf die Bestellung warteten wir keine 15 Minuten. Das Baukastensystem für die Bestellung finde ich toll, wenn gleich ich mir echt aufschreiben muss was ich bestellen will. :-) 

 

Die Ripperl waren zart, der Salat knackig, der Dipp hatte eine tolle nicht zu flüssige Konsistenz und die Pommes waren sowieso lecker. 

 

Nach einem kurzen Moment wollten wir zahlen, das dauerte irgendwie sehr lange bis wir unser Geld loswerden durfte, dadurch entstand aber ein sehr nettes Gespräch mit dem Chef, bei dem ich nachfragte ob es den eine Behindertentoillete gäbe, den die WC Anlagen selbst waren im 1. Obergeschoss ohne Lift. Er wies darauf hin, dass es im EG eine Anlage geben würde und dass ihm das abseits der eigentlichen Vorschrift, sehr wichtig gewesen wäre, das er auch viele RollstuhlfahrerInnen zu seinen Gästen zählen dürfe. Ich verstehe warum! 

 

Der Aufenthalt war echt kurzweilig und ich durfte dann auch zahlen: 

  • 300 g Karreeripperl + eine Beilage + ein Dip 9,90
  • selbstgemachter Sirup 0,5 3,50

Preisleistung ist für mich völlig in Ordnung! War ein sehr netter Aufenthalt! TakeAWay wird mit Sicherheit bald vom Büro aus probiert, zumindest hab ich schon Werbung gemacht ! Die Zugänglichkeit ist für Rollstuhlfahrer völlig gegeben, am besten parkt man, wenn mit dem Auto unterwegs, in der Tiefgarage des Passage. 

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On The Way: Amsterdam

Fotos: Elisabeth Sageder
Fotos: Elisabeth Sageder

Jetzt am Abend fast eine Woche später komme ich dazu einen Eintrag über meine Amsterdamreise zu schreiben. Amsterdam stand schon lange auf meiner nur gedanklich vorhanden Reiseliste. Dieser Wunsch wurde mir erfüllt und ich und Elisabeth machten uns auf dem Weg. Am Montag sollte es los gehen und so war es dann auch. Wir legten ein Filmreifes Boarding um 6.30 in Wien hin. Aufgrund der kurzen Flugzeit eignet sich Amsterdam perfekt für eine Kurztrip. Die nächsten 4 Tage sollten genug Zeit bieten um die Stadt zu erkunden. nach 1 Stunde 50 sollten wir in Schipol Amsterdam ankommen. Mit dem Taxi ging es zum Hotel. Ich sag es euch, ich hab noch nie so einen organisierten Taxistand gesehen und ich hab noch nie soviel Tesla auf einem Haufen gesehen. Jedes zweite Taxi war ein Tesla, das Elektroauto gehört anscheinend in Amsterdam neben dem Fahrrad zu einem fix mitbedachten Bewegungsmittel. Das Rad, ja ihr habt noch nie soviel Räder gesehen. Alte und kaputte vor allem, aber vor allem so schöne schwarze City Cruiser. UND das Fahrrad hat immer recht. So ganz durchblickt haben wir die Regeln die das Fahrrad und die Mofas betreffen nicht. Auch nach 4 Tagen nicht. Unser Hotel war das Ibis Stopera, unweit des Stadtzentrums. Wir hatten über Booking.com, welches übrigens den Sitz auch in Amsterdam hat, gebucht. In einem Zusatzeintrag vermerkte ich, dass ich ein barrierefreies Zimmer bevorzugen würde. Zugänglich waren für mich mit Aktivrollstuhl alle Zimmer, eine barrierefreie Dusche erleichtert mir aber so Vieles. Gleich am ersten Tag sollte es an die Grachten gehen, vorbei an Obstständen, immer entlang der Amsel suchten wir uns einen guten Platz zum verweilen. Genau in dem Moment legte eines der vielen Schiffe neben uns an und wir sahen wie ein Rollstuhlfahrer ins Ausflugsboot gehoben wurde, da es sich um hippe, offene Boote handelte war für uns klar, mit denen wollen wir fahren. Gesagt, getan und so erkundigten wir uns, ob wir uns anmelden müssten oder nicht. Nein, also sollte klar sein, nächsten Tag erkunden wir die Grachten vom Wasser aus. 

 

Zurück im Hotel, mit wirklich gutem WLAN machten wir eine kurze Pause und machten uns fertig für den Abend. 

Wir entdeckten in einer Straße ein sehr leckers Lokal das sich auf Kaasfondue spezialisiert hatte, das wählten wir auch, frisches Gemüse und Weißbrot sollten den Käse begleiten. Eine Katze schlummerte friedlich im Restauerant, die Kellnerin und der Kellner waren sehr freundlich. Nachspeise sollte sich an diesem Abend nicht mehr ausgehen. Zu üppig war der Käse. In das Restaurant führten zwei Stufen, aber der Kellner half uns sofort. Also auch für mich kein Problem. Generell sicher auch nicht für jemanden der gar nicht gehen hätte können.  Nach dem Essen schlenderten wir noch so durch die Stadt, am anderen Ufer des Flusses entdeckten wir die öffenltiche Bibliothek, ein wunderschönes Gebäude, neu zugänglich für alle, viel englischer Literatur, Computerarbeitsplätzen, der Eingang war barrierefrei durch einen Treppelift, Leihrollstühle, Rolatoren standen bereit. Beim weiteren Weg zurück ins Hotel sollten die Fotos entstehen von denen nun eines davon der Hintergrund dieses Blogs sein sollte. Danke Elisabeht. 

 

Dienstag 

Weiter ging es am Dienstag, nach einem guten Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Gracht, schossen Fotos mit schiefen Häusern, Fahrrädern mit Blumen und noch viel mehr. Eine ruhige, chillige Stadt, es wirkte wenig stressig. Die Wege waren gut für mich befahrbar, Alles was für RadfahrerInnen gut ist, ist auch für RollstuhlfahrerInnen gut. 

Nach dem shoppen von einigen Souvenirs sollte es mit der Rundfahrt durch die Grachten losgehen. Das junge Team der Friendship Amsterdam half mir ohne zu zögern aufs Boot. Der Rollstuhl wurde mir versprochen wurde mit dem Leben bewacht :-) und so konnte es gleich los gehen. Bei der einstündigen Tour erfuhren wir wirklich viel über die Stadt und die Grachten. Nach dieser Tour ging es zu Fuß weiter durch Amsterdam, das unserer Ansicht nach wenig klassische Sehenswürdigkeiten dafür umsomehr Museen zu bieten hat. Bei der Grachtenfahrt erfuhren wir von der Roof-Top Bar des Double Tree by Hilton! Da sich das als sicher sehr gute Fotolocation herausstellte, sollte uns unser Weg am Abend dorthin führen. Doch bevor das der Fall sein sollte besuchten wir das Eastwood wo es ein sehr gutes Steak zu verspeisen galt. Die Skylounge besuchten wir wirklich nur zum Fotografieren. Schon war der zweite Tag vorüber. 

Der Dienstag zeigte wirklich, dass die Stadt an sich sehr, sehr gut barrierefrei ist. Der Mittwoch sollte uns nach Zandvoort aan Zee führen. 

 

Mittwoch

Nach einem Frühstück und dem Abwarten des Regens, es war wirklich viel Regen machten wir uns auf den Weg zum Hauptbahnhof. Nach meiner Recherche in Österreich wusste ich schon, dass ich mich maximal 60 Minuten vorher anmelden musste um mit dem Zug nach Zandvoort zu kommen. Das taten wir auch. Alles kein Problem. Es gibt für RollstuhlfahrerInnen keine Vergünstigungen was Zugfahren betrifft, aber das Service ist wirklich gut und ich kam ohne Probleme in den Zug. Beim Aussteigen ist mir fast was sonderbares passiert. Der Bahnbedienstete war zu langsam, warum? Eine Gruppe von sehr motivierten Jugendlichen kam sofort auf uns zu und bot mir ihr Hilfe an, sie schnappten mich sehr zielsicher und hoben mich aus dem Rollstuhl heraus. Natürlich fragten sie vorher und waren auch sehr umsichtig.  Beeindruckt von diesem Erlebnis machten wir uns ins Zentrum, das mich sehr an "Inga-Lindström" Filme, ja ich oute mich ich sehe Herzkino, erinnerte. Wir beschlossen unseren ganzen Tag am Meer zu verbringen und der Beachbar Skyline13 einen Besuch abzustatten. Elisabeth hatte eine Stunde Surfen gebucht und ich machte es mir mit Zeitschriften und Büchern gemütlich. Das Wetter war sehr erfrischend, hat sicher geholfen, dass wir jünger bleiben. Die Beachbar hatte kein Rollstuhl WC, ich glaub auch nicht das wirklich viele dort hin kamen, den die Steigung hatte es in sich, danke Elisabeth für diese Meisterleistung. Jedoch auch ein Besuch am Klo muss einmal sein und so frage ich wiederum das junge Team, ein Surfer bot mir seine Hilfe an und erzählte mir, dass er im Winter immer in Österreich sei und Snowboard Lehrer bei uns sehr. Auch hier wieder keine Berührungsängste kein gar nicht. Einige Cola light später bestellten wir unser essen, Köstliche Ripp's sollte es sein, mit einer Menge an Dip's die unvorstellbar war. Ich konnte die große Portion unmöglich aufessen. Wir setzten uns nun raus, machten Fotos und warteten auf den Sonnenuntergang der einfach unvorstellbar schön war. Müde und glücklich von den vielen Eindrücken machten wir uns zurück auf den Weg nach Amsterdam. 

Die Nacht zu unserem letzen Tag sollte nun anbrechen. 

 

Donnerstag

Der Donnerstag sollte schon unser letzter Tag im Venedig des Nordens sein, da wir aber wirklich tolle Flüge gefunden hatten, hatten wir die Möglichkeit den Tag noch bis 18 Uhr zu genießen und so wirklich ganze vier Tage zu haben. 

Wir entschieden uns ein Omelett zu frühstücken und dann Ripleys-Believe it or not! einen Besuch abzustatten. Da war wirklich einiges unglaubliches dabei. Die Attraktionen waren alle voll zugänglich, ein gutes System um das Stiegenhaus umgehen zu können und somit voll erreichbar für alle zu sein. Die Zeit verging wie im Flug. Wir suchten uns noch eine Kleinigkeit zum essen, ein Schwarzbrottoast und eine Suppe Dam' Square sollte es sein. Um 18 Uhr holte uns ein äußerst netter Taxifahrer brachte uns zurück am Airport wo wir diesmal stressfrei eincheckten und unseren Rückflug antraten. 

 

 

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Da werden Sie geholfen ?

(c) goodshoots
(c) goodshoots

Nun ist es schon über ein Jahr her, dass ich nach Linz gezogen bin. Viel hat sich eingependelt. Routinen haben sich ergeben. So auch beim Einkaufen. Am liebsten gehe ich hald zum Interspar. Man findet alles, wenn auch nicht sofort. :-) Seit ich mich intensiv mit Punkten und Points und Smartpoints und Lebensmittel beschäftige, gehe ich eigentlich meistens nach Rezepten einkaufen. Meistens nicht alleine aber ab und zu doch. 

Das bepacken der hundertsten gekauften "Klappkiste" funktioniert meistens ganz gut. Das auf die Rückbank bringen dann doch irgendwie nicht. 

 

Ich frag dann meistens einfach um Hilfe, meistens "wird man dann auch einfach geholfen" die die das nicht wollen, hören einen dann einfach zufällig nicht! Komisch da müssten doch eigentlich einige mit Hörgerät umherlaufen. Grundsätzlich muss man aber sagen, dass die meisten Menschen schon sehr hilfsbereit sind. 

 

Meiner Meinung ist auch nichts Schlimmes dabei wenn man Hilfe sucht oder annimmt. Was ich nicht ausstehen kann ist wenn jemand einfach etwas macht ohne das ich gefragt werde ob ich das überhaupt will. In diesem Sinne, einfach fragen. Ich zumindest beiße meistens nicht. 

 

 

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Ein ganzes, ganzes Jahr

Freitag nachmittag, Zwickeltag, heute komme ich nun endlich wieder zu einigen Dingen die ich erledigen wollte, ja auch einen Blogbeitrag schreiben. 

 

Dank meiner lieben Nachbarn, so ziemlich die BESTEN kann ich das nun auf meinem Balkon unter dem Sonnenschirm tun - Danke L. und E. 

 

Ja, ein Jahr ist es nun schon her, dass ich nach Linz gezogen bin, in meine Wohnung ! Ein großer Schritt der viel verändert hat, viel zum Positiven. Durch ein Netzwerk von den BESTEN Menschen und einer Organisation wie die Volkshilfe hat es nie wirklich ein Problem gegeben. Da wären M., E., L. Ma. & Pa. und noch viele mehr die ich jederzeit um Hilfe bitten kann, die auf ihre Art und Weiß für mich da sind. Da wären meine Linzer FreundInnen die ich nun schon sehr lange zu meinen Freundinnen zählen kann. Ich bin wirklich sehr glücklich hier und das war eine meiner Besten Entscheidungen, wie einige andere auch in diesem vergangen Jahr. 

 

Was ich so an meinem Linz mag, es ist klein aber es gibt alles und es gibt viele Besonderheiten. Dank spontanen Ausflügen mit V. ist es möglich, dass ich auch Ecken in Linz besuche die für mich allein gar nicht so leicht erreichbar sind. In Linz tut sich kulinarisch, Alternativenmäßig ziemlich viel. Heute traf ich mich mit meiner V. die ich nun schon 10 Jahre kenne, auch das ist mir gerade bewusst geworden, Der Weg führte uns auf die Spittlwiese., Herrenstraße, zuerst vorbei am Eis Greissler der jetzt auch seinen Weg nach Linz gefunden hatte, dann vorbei beim Sonnentor und bei den Jungs von Brotsüchtig. Bei Brotsüchtig machte ich halt um einige Handsemmeln und ein ausgezeichnetes Vollkornbrot zu kaufen. Der Eingang von Brotsüchtig ist nicht zur Gänze barrierefrei, gelöst wurde das so, dass eine Glocke am Eingang, die auch erreichbar ist, angebracht wurde und man läuten kann, es gibt eine mobile Rampe die gern ausgelegt wird. Sehr tolle Lösung. Mittlerweile wurde das Brot verkostet und für sehr gut befunden, ich geh dort sicher wieder hin. Weiter ging es zum Sonnentor, dort wurde der Teevorrat aufgestockt, unter fachkundiger Beratung von V.  Wieder vorbei beim Eis Greissler konnten wir nicht Widerstehen und Eis wurde gekauft, ich verkostete Butterkeks & Erdbeere, die Erdbeere hat wirklich Erdbeeren gesehen, der Butterkeks macht Ben & Jerry gewaltige Konturenz, Der Salon ist barrierefrei zugänglich, auch das Geschäft von Sonnentor in der Herrenstraße. Weiter ging es auf die untere Landstraße, zum Biofeld-Bioladen, wo ich den leckersten Kräuterschinken ever kaufte. Dann trennten sich die Wege von mir und der lieben V.  Ich machte mich auf den Weg um neue Schuhe zu kaufen, bei Tamaris, an der Landstraße. Die Schuhe gefallen, das Geschäft ist als Rollstuhlnutzerin sehr beengt und ich werd mir überlegen ob ich wieder hingehe. 

 

Was ich auch noch erwähnen muss ist, dass ich jetzt auf meiner geliebten Terrasse, Balkon mit Blick auf mein Hochbeet, in dem die Erdbeeren blühen, die Minze duftet und nicht nur in meinem Lemon Wasser ist, sitze und mit meinen neuen Kopfhörern von Sudio, sponsored by der lieben leoandotherstories sitze und denke mir, verdammt geiles Leben! 

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A little bit influenced: Instagram your life ?

Ok, ich geb es zu ich bin ein bissl Instagramverfallen. Mir gefallen die Profile, mir gefallen die Inspirationen, mir gefällt der Stil ! 

 

Unabhängig von Instagram gefallen mir aber Dinge die mit Einrichten etc. zu tun haben schon immer, insofern wünsche ich mir Dinge, von denen ich inspiriert wurde, oder ich wünsche mir Gutscheine um mir die Wünsche zu erfüllen. Nachdem ja letzte Woche mein 30igster Geburtstag war, konnte ich mir einige Wünsche erfüllen und war in der Stadt unterwegs ! Als erstes führte es mich zum Thalia, dort kaufte ich mir ein wundervolles Buch über Städte der Welt, und "Garden your City !" Ein sehr spannendes Buch über Urban Gardening, Seit dem ich die Wohnung in der Grünen Mitte habe, gehöre ich ja auch zu den Urban Gardeners! Weiter ging es zum Douglas wo ich mich mit allerlei Produkten von Clinique eindeckte. Am Heimweg über die Donaulände und den Europaplatz führte es mich zum Südbahnhofmarkt Linz, ja Blumen mussten wieder mitgenommen werden! Ranunkeln. Ja. es gebe es zu all das ist inspiriert von Instagram aber, Linz macht möglich und es gibt schlimmeres als Inspiration oder ? 

 

 

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Ontheway: Linz oh du meine Stadt

Gestern, hatten wir es endlich geschafft, meine liebe Nachbarin (auch sie hat einen Blog) und inzwischen echt schon sehr gute Freundin, wir trafen wir uns einmal außerhalb des Hausflurs und außerhalb unseres Hauses um ein paar Dinge in der Stadt zu erledigen. Gut physiotherapiert entschloss ich mich mit der lieben E. einige Geschäfte zu besuchen über deren Barrierefreiheit ich mir nicht ganz im klaren war. 

Los ging es mit dem NoMNom! Oft gesehen in Vlogs und Blogs, war ich mir nicht ganz sicher wie barrierefrei das in der Altstadt gelegene Lokal ist. Doch bevor wir hier zwei gute Smoothies und Bowls genossen, statteten wir noch Horst deko & genuss einen Besuch ab. Hier war mir bewusst, das mir viele, viele Stufen das Leben schwer machen würden. Umso mehr war ich über die Hilfe von E. froh. Außerdem stellten wir beiden fest, wie sehr uns solche Geschäfte gefallen. Das Geschäft in der Mozartstraße ist leider wirklich nicht gut zugänglich, für RollstuhlfahrerInnen, die nicht so wie ich gehen können, ist es nicht möglich die Dekoobjekte zu begutachten. Schade ! Das Team inkl. Hund ist aber sehr nett und wenn man "nur" Essen möchte, gibt es da sicher eine Möglichkeit, alles andere wird eher schwierig. Man wird schon beim Eingang von einer Treppe begrüßt und die Eingangstür geht nur sehr schwer auf, aber Hilfe wird einem sofort angeboten. Also unbedingt trotzdem hingehen meine lieben RollstuhlfahrerInnen! (verwendetes Bild in der Collage, ausdrückliches copyright bei Horst deko & genuss)

 

Mit einer Vase reicher machten wir uns zurück auf den Weg ins Passage City/Atrium Parkhaus, das im Gegensatz zu meiner Meinung, die Möglichkeit mit Kreditkarte zu zahlen nicht abgeschafft hatte. Man muss nur jetzt ganz normal ein Ticket ziehen und kann dann beim Ausfahren direkt am Schranken mit Kreditkarte zahlen, auch das ist für RollstuhlfahrerInnen sehr geschickt, da auch die neuen Zahlautomaten nicht unbedingt barrierefrei sein. Mit Kreditkarte ausfahren, spart Stress und ist sehr komfortabel, egal ob mit Rollstuhl oder nicht.

Nun gings wirklich zurück zum NomNom! Der Eingang ist ebenerdig erreichbar und somit gut zu befahren, die Tür ist nicht automatisch aber es wird geholfen. Es gibt einen gemütlichen Lounge Bereich der auch mit Rollstuhl gut befahrbar ist. Die Toillette ist im Außenbereich, man muss in den Hof des Gebäudes, in der Altstadt. Ein Rollstuhl-WC ist mir nicht  aufgefallen, das kann ich somit nicht sagen, ob es ein solches gibt. Das Lokal ist sehr hipster und hat sich auf Bowls und Smoothies spezialisiert. Man kann zwischen Pikant und Süß wählen, außerdem gibt es noch eine Tagessuppe mit tollem Brot von den Jungs von brotsüchtig, nebenbei noch ein Klimabündnisbetrieb, naja einmal Klimabündnis immer Klimabündnis. :-) Ich ließ mir eine gute pikante Bowl mit Karotte und Gurke schmecken. Außerdem einen Smoothie mit Avocado, wirklich zu empfehlen und das Lokal lädt zum verweilen ein. 

 

Ja, ich oute mich ich sehe mir Youtube Volgs von diversen österreichischen Bloggerinnen wie Anna-Laura-Kummer, barriesandpassion oder der lieben leoandotherstories an. Steffi von leoandotherstories ist Linzerin und somit kommt mir viel bekannt vor. Sie erwähnte einmal, dass es gegenüber vom NomNom einen Blumenladen gibt mit Millionen von Blumen gibt, wunderschönen Blumen und was soll ich sagen, er ist so toll! Es mussten Tulpen mit. Ich brauche im Moment den Frühling in meiner Wohnung! Danke Steffi für diesen Tipp! 

 

Viele Gesprächsthemen gab es an diesem Nachmittag & Abend und ich kam wieder zu dem Entschluss, dass ich ein ziemlich gutes Leben habe ! 

 

(verwendetes Bild 1 in der Collage, ausdrückliches copyright bei Horst deko & genuss

Bild 2 & 3 copyright Silke Haider )

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Ich bin dann mal 80 ! Oder ein Rollator kann auch cool sein !

Nun ist es schon einige Monate her, dass ich nach Linz gezogen bin und ich muss sagen, ich bereue diese Entscheidung kein bisschen. Ja, da gibt es eine weiter Sache die ich nicht bereue und zwar, dass der Weltbeste Papa damals meinte "Nimm dir einen Rollator das hilft dir sicher." Meine erste Antwort "Na" vielleicht hab ich deswegen auch die Endung bei der Autonummer, Na weil das immer das erste ist was ich sage. Jetzt lebe ich mit dem Ding schon genauso lange wie ich hier wohne und ich muss sagen TOP. Mein Rollator ist ja gepimpt. Mein Weltbester Papa hat mir nach der Idee meiner Weltbesten Mutter ein Tablett montiert mit dem sich vom Blumenstock über Küchen Utensilien bis zum Kaffee alles transportieren lässt. Oder auch der Einkauf vom Auto rauf in die Wohnung. Perfekt ! Und es ist mir so Wurscht wenn mich die Nachbarn sehen, denn es hilft mir! Und einer meiner besten Menschen, wichtigsten Menschen hat kurz bevor ich "JA" zum Rollator gesagt habe: "Silke, willst du sicher gehen oder muss ich dich dann mal in einer Ecke einsammeln" und Er hatte recht. 

Rollatoren können ganz schön Cool sein ! 

Ob 80 oder fast 30 ! 

Nachbarinnen auch, Danke Elisabeth für die guten Gespräche. 

Danke meinen WICHTIGSTEN Menschen das es euch gibt, die die gemeint sind, wissen es ganz genau, auch ohne Namen!. 

 

glg. Silke 

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Wien es war mir eine Ehre !

Vor fast genau einem Jahr kaufen V. und ich bereits die Karten für "Schöne und das Biest". Am Donnerstag sollte es nun also endlich so weit werden. Wir beschlossen nicht mit dem Auto nach Wien zu fahren, eine Nacht in einem Hotel einzuchecken und auch dem Naschmarkt und auch der Innenstadt einen Besuch abzustatten. 

Ich buchte die Zugfahrt online, es ging sich sogar ein Sparschieneticket aus. Natürlich meldete ich meine Fahrt auch beim Mobilitätsservice an. Kurz vor 8 also per Bus zum Bahnhof um dann um 10 vor Acht von den Herrn der Security sicher auf den Bahnsteig gebracht zu werden. Mit dem Railjet in der 1. Klasse, die Rollstuhl- plätze befinden sich nur in dieser, nach Wien. Ohne Probleme kamen wir am Hauptbahnhof in Wien an um gegenüber in unser Hotel der Kette Motel One einzuchecken. 

 

Das Zimmer buchte ich über booking.com. Leider gibt es hier nicht die Möglichkeit direkt ein barrierefreies Zimmer zu buchen so fügte ich damals meinen Wunsch in die Anmerkungen ein. Auch das sollte kein Problem sein. Das Zimmer entsprach all meinen Wünschen und auch V. war sehr zufrieden. Mit direktem Blick auf den Hauptbahnhof war das Hotelzimmer wirklich toll. Wir nahmen uns ein Frühstücksbuffet dazu auf das wir uns schon am Vortag sehr freuten. 

 

Koffer, abgeladen, noch eine Schicht angezogen, war es doch sehr eisig, machten wir uns auf den Weg zum Nachmarkt von dem uns vom HBF aus nur zwei Stationen. Ein Wienbesuch für uns zwei ohne NENI das geht nicht und so machten wir uns auf die Suche und hatten auch gleich unseren reservierten Tisch. Ein "orientalisches, arabisches Frühstück, aus Humus sollte es sein. Dazu Cappuccino und Pita - Brot. Auch ein Aperol Proseko sollte nicht fehlen. 

 

Weiter ging es dann zu den verschiedenen Ständen und dort wurden von mir Hibiskusblüten, für den Sekt, Oliven, Datteln, Feigen, Baba, Ghanoush - Auberginen-Sesam-Dip und noch mehr gekauft. 

 

Es stellte sich heraus, dass wir einen sehr kulinarischen Ausflug machten, denn am späteren Nachmittag ging es dann zurück zum HBF in die Konditorei Oberlaa, auch da ließen wir uns es sehr gut gehen. Auf der Kärtnerstraße flanierten wir und auch da durfte ein bisschen Shopping nicht fehlen. 

Am Abend ging es dann zum Highlight - "Schöne und das Biest" In der Stadthalle, wirklich, wirklich zu empfehlen. Akustisch gibt es was den Saal betrifft einiges zu bemängeln. Nichtsdestotrotz würde ich mir das Musical sofort wieder ansehen. 

 

Mit der Straßenbahn ging es zurück am Hauptbahnhof ! 
Und ab ins Bett, die fehlende zweite Decke und die Handtücher für V. waren da auch schon nachgereicht. 

 

Heute ging es dann zurück nach Oberösterreich,, jedoch vorher noch zu einem sehr reichhaltigen Frühstücksbuffet, bei dem sogar die Theken unterfahrbar sind. 

 

Eine glückliche Silke 

 

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Advent und Weltfrieden ?

Bei Caramel Apple Pie Tea von Teekanne sitze ich jetzt da, am Samstag und denke nach worüber ich meinen nächsten Blog tippen könnte. Dabei höre ich Weihnachtslieder aus dem Radio erklingen und denke mir so, eigentlich ist alles schon sehr grotesk. Die Texte handeln von ruhiger Zeit, Frieden, Familie, "Heimkommen" und dann gibt es Menschen in unserem Land die warten darauf endlich in unserem Land bleiben zu dürfen und ihren Frieden zu finden, die Anerkennung die sie für ihr handeln und tun verdient hätten. Dann surft man die nächste Nachrichten Seite an und findet Schreckensnachrichten aus Alepo oder Halep wie es auf arabisch heißt, wie ich gelernt habe, von den Menschen die ich mittlerweile zu meinen besten Freunden zähle, die ich nicht mehr missen möchte.  Die Handelsstadt, das schöne Alepo, aber auch der schöne Irak, das schöne Bagdad, dass als Kulisse für Aladin diente. Irgendwie alles verlogen, diese Weihnachtsstimmung, dieser herbeigesehnte Frieden, diese Nächstenliebe, wenn wir ein Problem mit denjenigen haben die zu uns kommen weil sie vor Krieg, Zerstörung und Verfolgung fliehen. Wenn es Politiker wie den Herrn Lugar gibt die behaupten, die kommen eh alle nicht wegen dem Krieg, sondern weil wir sie herlocken. Ja genau! Jeder verlässt seine Heimat gerne, seine Familie. Ich habe selten Menschen gesehen die so stolz sind, da meine ich nicht eingebildet stolz sondern wirklich stolz auf die eigene Nationalität auf das eigene Sein, Darauf, was sie geleistet haben erlebt haben und jetzt sind sie verdammt zum "Nichts-Tun". Ja es wird auch jene geben die nicht unbedingt arbeiten wollen, aber ich denke auch hier muss man unterscheiden. Es gibt die, die nicht mehr können, weil physisch oder psychisch sehr angeschlagen. Ja, und es gibt auch sicher die die einfach nicht wollen, aber die gibt es auch unter den ÖsterreicherInnen. ich bin mir sicher. 

Jedenfalls wirklich ein bissl verlogen - aber naja das ist unsere Welt. Wir designen Fotos auf Instagram, retuschieren das Leben quasi und wir verschließen auch das was vor unser Haustür passiert. UND dank Flugzeug und Co. spielt sich das Ganze wirklich vor unserer Haustür ab, hören wir doch auf, dass wir uns denken, der arabische Raum sei so weit weg. Wie sagte ein guter Freund, bei einer SPÖ Veranstaltung. Das Problem sind nicht die, die in ihren Schlauchbooten zu uns kommen, das Problem sind die, die in ihren Yachten an uns vorbeischippern..

 

In diesem Sinne, dreh ich jetzt die Weihnachtsmusik lauter und lass mein sehr sehr tolles Jahr 2016 vorbeiziehen. Ohne dabei zu vergessen, was alles so passiert .... vor unserer Haustür ! 

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Gedanken!

Seit ziemlich genau einem halben Jahr lebe ich hier in Linz. Was meine Wohnung, mein Leben und meinen Job betrifft so gibt es diese Regelmäßigkeit auch! 

 

Zwei Dinge zu denen ich wenig Zeit habe und die ich aber mittlerweile immer mehr vermisse, sind das Blog-Schreiben und das Kartenbasteln. Es gibt einfach Dinge, Gegebenheiten die wichtiger geworden sind, und die Waschmaschine, der Geschirrspüler räumt sich auch nicht von selbst ein, selbst der Bodenstaubsauger muss zumindest aktiviert werden... Scheint so als ob ich "erwachsen" bin. Mich mit Stromanbietern und Tupperware beschäftige. Ja, aber diese Tupperware ist eigentlich schuld, dass ich endlich wieder hier sitze und kurz bevor ich mich "öffentlichkeitstauglich" mache noch einen Blog-Beitrag schreibe. Also nun sitze ich hier an meinem Schreibtisch, blicke auf den weihnachtlich geschmückte Balkon meiner Nachbarin, Gott sei dank lässt sich über Geschmack streiten, denke dabei an meine liebe Nachbarin, die mich wieder daran erinnert hat, dass ich einen Blog habe, ja bei der Tupperparty! 

Denke darüber nach was in den letzten 6 Monaten alles passiert ist, ja und das ist viel ! Sehr viel spannendes, positives. Sehr viel schöne Routine. Sehr viel "das muss hald sein" und sehr viel schöne Momente. Da höre ich die Playlist für Weihnachten vom lieben Jürgen und freue mich, dass ich in seinem Verteiler bin, da trinke ich meinen zweiten Café Latte, da denke ich an den fast täglichen Bürotee, mit der Andrea, meine lieben KollegInnen im Büro, ja darüber denke ich nach oder ich denke nach, dass es eine wirklich gute Entscheidung war, dass ich an die JKU als Mitarbeiterin gegangen bin und das möchte ich auch noch länger bleiben. Da denke ich darüber nach, dass ich Menschen gefunden habe, die mir extrem wichtig sind, die ich nie wieder aus meinem Leben wegdenken möchte, Jeder auf seine eigene Art, bringt mich zum lachen, oder ich weine einfach einmal mit ! 

 

Und dann denke ich darüber nach was in unserer Welt so passiert, Menschen die einfach in Schubhaft genommen werden würden um dann nach Kroatien abgeschoben zu werden, obwohl "Kroatien rechtswidrig ist" , gut integriert, wieder eine neue Sprache, wieder ein neues ?schlechteres ? Umfeld. Dann denke ich an zwei kleine irakische Jungen die aufgrund meines guten Netzwerks und einem Haufen mutiger Menschen, die mir geholfen haben, nun endlich wieder mit Medikamenten versorgt werden können. Und mein Netzwerk oder dass das ich war, dass ist mir da wurscht, aber jede einzelne Sitzung die ich verbringe, jede einzelne politische Diskussion zahlt sich da aus. Jeder einzelne Facebookpost der vielleicht manchmal zu viel erscheint, zahlt sich aus. 

 

Ich wünsche den Beiden alles Gute ! 

Ich wünsche allen Menschen in meinem Umfeld alles Gute 

Ich wünsche den Menschen alles Gute, die gerade schreckliches durchmachen müssen, Leben verlieren oder erhalten.

Ich wünsche den Menschen alles Gute, die sich etwas neues aufbauen wollen, ich wünsche ihnen dass ich sie weiter unterstützen kann. 

Ich freue mich für die Menschen die mit mir soviel erreicht haben in letzter Zeit. 

Ich freue mich wenn vieles weitere POSITIV erreicht werden kann. 

 

 

Danke für mein Leben

Danke für einen überraschend erhaltenen Adventskalender 

Danke für meine Lieben 

Danke für die Vernunft der ÖsterreicherInnen und der Tatsache das VDB Präsident ist. 

 

Bitte nicht soviel Willkür 

Bitte ein bissl mehr Einfühlungsvermögen und Empathie manchen BeamtInnen

Bitte ein Umdenken

 

Danke den Traditionen die ich kenne

Danke den Traditionen die ich noch kennen lernen werde 

Danke der neuen Welt die sich mir eröffnet hat. 

 

 

Silke 

 

 

 

 

 

 

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